Landtagswahl

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Wie funktioniert eigentlich die Landtagswahl?!


Demokratie lebt davon, dass wir als Wähler*innen darüber entscheiden, wer unsere Interessen und Anliegen vertreten soll. Diese Möglichkeit haben wir z.B. am 14. Oktober bei der Wahl des Landtags.

Es gelten unmittelbare, allgemeine, geheime, gleiche und freie Wahlen. Das heißt Jede*r darf eine Stimme abgeben, der folgende Kriterien erfüllt:

·       Mindestens 18 Jahre
·       Deutscher Staatsbürger
·       Wohnhaft in Bayern seit mindestens 3 Monaten.

Zur 18. Landtagswahl in Bayern sind mehr als 9,5 Millionen berechtigt sich an der Wahl zu beteiligen und mitzubestimmen, wer einer von 180 Landtagsabgeordneten wird.

Hierfür habt Ihr zwei Stimmen:


Erststimme

Mit der Erststimme wird ein*e Stimmkreisabgeordnete*r gewählt. Das heißt, ihr könnt Vertreter*innen direkt wählen, die in eurem Stimmkreis zur Wahl stehen.

Für Nürnberg sind dies vier Stimmkreise, Nord, Süd, West und Ost. In jedem dieser Stimmkreise treten Kandidat*innen an, die direkt von den Wähler*innen gewählt werden. Dabei gilt ganz einfach, welcher der Kandidat*innen in einem Stimmkreis die meisten Stimmen erhält, ist als Abgeordneter direkt gewählt und zieht in den Landtag ein.

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Zweitstimme

Neben einer Erststimme gibt es noch eine Zweitstimme. Hiermit wählt man eine Partei selber.

Hier haben die Wähler*innen die Möglichkeit entweder eine Partei komplett zu wählen, oder aber eine*n Kandidat*in. Ab hier wird es nun etwas komplizierter:

§  90 Abgeordnete werden über die Erststimme direkt gewählt.

§  Die Vergabe der restlichen Mandate wird über die Gesamtstimme (Summe aus Erst- und Zweitstimme) errechnet.

Zweitstimme_Landtagswahl.png

Im Gegensatz zur Bundestageswahl wird hierfür keine einheitliche Liste herangezogen, sondern für die Landesliste gelten als Referenzgröße die Wahlkreise.

§  Verteilt werden die Mandate also auf Ebene der sieben bayerischen Bezirke, es gibt maximal sieben sogenannte offene Listen (und nicht eine Bayern-Liste).

§  Und wer auf diesen Listen oben steht, das entscheidet die Zweitstimme. Denn im Unterschied zur Bundestagswahl kann man mit der Zweitstimme nicht nur die Partei als Gesamtes wählen, sondern auch eine*n einzelne*n Kandidat*in auf der Liste. Damit ist es für die Wähler*innen möglich, die von den Parteien vorgegebene Reihenfolge durch die Stimmangabe zu ändern.Ein*e Spitzenkandidat*in muss deshalb nicht zwangsläufig auf Listenplatz eins landen, sie/er kann nach unten durchgereicht werden.

Zusammengefasst bedeutet dies also:

Die Wahlkreise sind identisch mit den sieben bayerischen Bezirken.

Die Wahlkreise

Die Wahlkreise untergliedern sich in eine unterschiedliche Anzahl von Stimmkreisen. Neben den Direktmandaten sind nun die Listenmandate wichtig.

Die Sitzverteilung

Für die endgültige Sitzverteilung werden Erst- und Zweitstimmen zusammengezählt. Die Gesamtstimmen werden dann nach dem Grundsatz der Verhältniswahl in Mandate für die einzelnen Parteien umgerechnet.

Nun kann es vorkommen, dass eine Partei mehr Direktmandate erhält, als ihr im gesamten Verhältnis zustehen würden. Daher gibt es Ausgleichsmandate für die anderen Parteien bis das Gesamtergebnis wieder stimmt.

Jetzt kann nichts mehr schief gehen bei der Landtagswahl.
Weitere Informationen zum Wahlrecht findet ihr beim Bayerischen Rundfunk

Also GEH wählen, denn nicht-wählen ist keine Option.