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Vollversammlung des Kreisjugendring Nürnberg-Stadt am 15.05.2018:

Kreisjugendring lehnt neues bayerisches Polizeiaufgabengesetz entschieden ab

Inklusion: Junge Menschen mit Handicap sollen in der Stadtpolitik mehr Berücksichtigung finden

 

Der Kreisjugendring Nürnberg-Stadt (KJR) und seine Mitgliedsverbände lehnen das neue bayerische Polizeiaufgabengesetz entschieden ab. In der gestrigen Vollversammlung des KJR ist dies mit großer Mehrheit der 100 Delegierten aus den 63 Jugendverbänden des KJR beschlossen worden. KJR-Vorsitzende Jessica Marcus: „Die darin vorgesehenen Befugniserweiterungen für die Polizei stehen nicht mehr im Einklang mit unseren Vorstellungen einer demokratischen Gesellschaft und stehen im Widerspruch zu Grundsätzen, die für uns seit Gründung des Bayerischen Jugendrings 1947 gelten.“

Inklusion als jugendpolitische Herausforderung

Der KJR will in der Jugendpolitik aufmerksamer den Blick auf Kinder und Jugendliche mit Behinderung richten. Stadtpolitik und Stadtverwaltung sollen nach dem Willen des KJR dazu mehr in die Pflicht genommen werden. Ohne Gegenstimmen wurde der KJR-Vorstand von der Vollversammlung aufgefordert, sich im Jugendhilfeausschuß des Stadtrates verstärkt den Belangen von Kindern und Jugendlichen mit Handicap zu widmen. Auch in den Kinderversammlungen und beim Jugendpartizipationsmodell „Laut!“ sollen die Anliegen von Kindern und Jugendlichen mit Handicap bewußt mitgedacht werden.

Jugendarbeit und die Kulturhauptstadt-Bewerbung

Nürnberg soll nach dem Willen des Stadtrats europäische Kulturhauptstadt 2025 werden. Sandra Song, Mitarbeiterin des städtischen Bewerbungsbüros N2025, hat bei den Nürnberger Jugendverbänden in der KJR-Vollversammlung massiv dafür geworben, sich aktiv in den Bewerbungsprozeß einzubringen und Kinder- und Jugendkultur als maßgeblichen Beitrag für die Bewerbung selbst und als Chance für eine nachhaltige Entwicklung zu nutzen. „Nürnberg hat ein Alleinstellungsmerkmal in diesem Wettbewerb mit seinem breit aufgestellten und gut vernetzten Vereins- und Verbandsleben, gerade in der Kinder- und Jugendarbeit“, so Sandra Song.

KJR-Haushalt bei über 4 Mio Euro

Die VV-Delegierten haben auch den KJR-Haushalt für 2019 verabschiedet. Er hat einen Umfang von 4,1 Mio Euro. Der Finanzierungsanteil der Stadt Nürnberg beträgt 44 %. Darüber gibt es einen Grundlagenvertrag zwischen Stadt und KJR.